Dodi Papase Mary Theresa Hospital in Dodi Papase, Volta Region

Das Missionskrankenhaus „Mary Theresa Hospital“ befindet sich in Dodi Papase, einer kleinen Stadt mit annähernd 6000 Einwohnern. Es liegt im Norden der Voltaregion zwischen dem Voltasee und der nahen Grenze zu Togo (ca. 5 km entfernt) in einem sehr abgelegenen und waldreichen Gebiet ohne nennenswerte Infrastruktur.
Die Anfahrt von der Landeshauptstadt Accra dauert ca. 5 Stunden.

Dodi Papase war früher ein großes Kakaoanbaugebiet, das seinen Bewohnern ausreichend Arbeit gab. Nachdem vor Jahren jedoch eine Krankheit die Pflanzen befallen hatte und die Ernten weitgehend vernichtet wurden, stellten die Kakaofarmer den Anbau weitgehend ein. Wegen fehlender Arbeit mussten viele Menschen fortziehen; die Zurückgebliebenen sind meist verarmt und arbeitslos. Die Bevölkerung lebt noch in althergebrachten Clanstrukturen in einfachen Häusern oder Hütten – häufig ohne Strom und fließendes Wasser – und ernährt sich meist vom Obst- und Gemüseanbau.

Das Krankenhaus wurde 1963 gegründet und 1985 zum Distriktkrankenhaus erklärt. Bis vor kurzen war es das einzige Krankenhaus im  nördlichen Teil der Volta Region. Das Hospital liegt in der Diözese Jasikan und untersteht als Missionskrankenhaus dem dortigen Bischof. Im Einzugsgebiet des Krankenhauses wohnen knapp 100.000 Menschen, ein beachtlicher Teil von Ihnen kommt aus dem benachbarten Togo. Damit ist die Klinik unverzichtbar für die ärztliche Versorgung der region

Das Krankenhaus verfügt über 90 Betten mit den Abteilungen Chirurgie, Gynäkologie, Innere und Pädiatrie; darüber hinaus gibt es eine kleine Augenstation. Eine neu eingerichtete, dringend gewünschte Zahnstation nimmt im 1. Quartal 2012 die Arbeit auf.
Die Zahl der ambulanten Behandlungen stieg von 2007 bis 2010 von rd. 13.000 auf über 42.000 Patienten. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der stationären Patienten von 1.500 auf rd. 3.900 und die Operationen nahmen von 200 auf 486 zu. Diese Steigerungen beruhen zum einen auf der erheblich verbesserten Qualität und Motivation der einheimischen Kräfte und zum andern auf den in dieser Zeit erfolgten Sanierungsmaßnahmen und den Einsätzen der Volunteers des GRVD e.V.

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